Frankfurter Start-up sichert sich Finanzierung über 2,5 Millionen Euro
Das auf Datenanalyse spezialisierte Start-up Scavenger AI hat eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Kapital stellt unter anderem die Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen (BMH) zur Verfügung.
© Scavenger AI GmbH
Das in Frankfurt ansässige Software-Start-up Scavenger AI hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von der Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen (BMH). Darüber hinaus sind xdeck, ein öffentlicher Innovationsfonds, sowie die Bestandsinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie Calm/Storm Venture beteiligt.
Scavenger AI will Zugriff auf Daten in Unternehmen deutlich vereinfachen
Spezialisiert hat sich Scavenger AI auf Datenanalyse für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit seiner Software ermöglicht es Scavenger AI seinen Kunden, einfach und unkompliziert auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Mit Hilfe einer dafür erstellten KI-Plattform können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich unkoplizierter auf Daten und Reports zugreifen, indem sie mit Hilfe von Scavenger AI einfach danach fragen. "Wie entwickeln sich unsere Kostenstellen?" und "Welche Projekte liegen über dem Budget und warum?" werden in einer Pressemitteilung zur Seed-Finanzierungsrunde als Beispiele genannt. Die Software von Scavenger AI greift dann auf die unterschiedlichen Systeme des Kunden-Unternehmens zu (z.B. CRM- oder SQL-Datenbanken) und trägt die benötigten Informationen zusammen.
Datenanalyse, ohne selbst Code schreiben zu müssen
Auf diese Weise wolle man die Lücke zwischen Datenverfügbarkeit und Datennutzung in Unternehmen schließen, betont Scavenger AI. Zugleich benötigen Mitarbeiter für die Arbeit mit Scavenger AI keine Programmierkenntnisse oder ähnliches technisches Know-how: "Unser Ziel ist einfach: Jeder Mitarbeitende soll datenbasierte Entscheidungen treffen können, ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben“, sagt Maximilian Hahnenkamp, Co-Founder von Scavenger AI. Damit sehe man sich als europäisches Gegenmodell zu US-Tech-Firmen, ergänzt Scavenger AI-Mitgründer Felix Beissel: "Europas KMU verdienen KI, die sicher, erklärbar und an ihre Bedürfnisse angepasst ist, kein undurchschaubarer Black Box-Ansatz."
Zusätzliche Mittel fließen in Produktentwicklung und Expansion
Gegründet wurde Scavenger AI im Jahr 2023. Zu den Kunden für die KI-Datenanalyse-Lösung zählen nach Angaben des Start-ups bereits Unternehmen wie Telekom, Mann & Schröder sowie Wangen Pumpen. Mit den zusätzlichen Finanzmitteln plant Scavenger AI, die Produktentwicklung zu beschleunigen und europaweit zu expandieren. Insgesamt wolle man in Europa ein Marktpotenzial in Höhe von 2,45 Millionen Euro adressieren, teilt das Start-up mit. Von dem Ansatz der Frankfurter zeigen sich auch die Investoren überzeugt: "Mit Scavenger AI investieren wir in ein Gründerteam, das die Herausforderungen mittelständischer Unternehmen genau versteht. Die Lösung ermöglicht eine effiziente Nutzung und den Schutz von Daten, steigert Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Transformation - mit klarem Skalierungspotenzial", sagt Sebastian Schnell, Senior Investment Manager bei BMH.
Die vollständige Pressemitteilung zur Seed-Finanzierungsrunde kann hier abgerufen werden. Weitere Informationen zum Start-up sind auf der Webseite von Scavenger AI zu finden.
Auch interessant für dich
Chance für Smart City-Start-ups: Hessen-Delegation bei Fachmesse
Die Hessen Trade & Invest GmbH organisiert einen hessischen Gemeinschaftsstand bei der Smart City Expo World Congress im November 2026 in Barcelona. Auch Start-ups können sich bis zum 17. April bewerben.
Tech-Start-up Magnotherm startet Pilotprojekt mit REWE-Gruppe
Das in Darmstadt ansässige Start-up Magnotherm vertieft seine Zusammenarbeit mit der REWE-Gruppe. Ziel ist es, die von Magnotherm entwickelten innovativen Kühlschränke in den Märkten zu etablieren.
So kommen hessische Games-Start-ups zur Gamescom
Das Land Hessen unterstützt hessische Start-ups aus der Games-Branche dabei, sich im August auf der Gaming-Leitmesse Gamescom in Köln zu präsentieren. Dafür stehen Start-ups gleich zwei Wege offen.